Ein Funke Mut
Nürnberg, 13.-14.12.2025
Am frühen Morgen des 13. Dezember 2025 machten sich die Mainwölfe am Bahnhof in Burgkunstadt auf den Weg in ihr neuestes Abenteuer. Das Ziel: Nürnberg – mit einer ganz besonderen Mission. Am nächsten Tag sollte das Friedenslicht mit nach Hause gebracht werden.
Schon die Zugfahrt war für alle Beteiligten ein echtes Erlebnis. Für die jüngeren Teilnehmenden war sie geprägt von Spannung, Vorfreude und den klassischen Fragen wie „Wie lange noch?“ oder „Wann müssen wir umsteigen?“. Dennoch verging die Zeit wie im Flug.
Kaum in Nürnberg angekommen, wartete bereits die erste Mission auf die Kinder: Essen planen – ohne Vorräte. Gemeinsam überlegten die Wölflinge, was sie kochen wollten und welche Zutaten dafür benötigt wurden. Die Begeisterung war riesig, überall wurde diskutiert, geplant und gerufen. Schnell stand der Plan fest: Am Abend sollte es Spaghetti mit Tomatensoße geben, am nächsten Tag Pizza zum Mittagessen.
Auf dem Weg zu unserer Unterkunft, die wir im Vorfeld beim Stamm ULF gefunden hatten, lautete die nächste Aufgabe: Augen offenhalten nach Einkaufsmöglichkeiten. Gesagt, getan – die Wölflinge meisterten auch diese Herausforderung souverän.
In der Unterkunft angekommen hieß es erst einmal ankommen und Schlafplätze einrichten. Ganz pfadfinderisch schliefen wir auf Isomatten und in Schlafsäcken auf dem Boden. Doch lange blieb es dort nicht ruhig, denn das Abenteuer ging direkt weiter.
Unser nächstes Ziel war der Turm der Sinne. Dort konnten die Kinder optische Täuschungen erleben, ihre Sinne testen und ihr Gehirn ordentlich austricksen lassen. Zu jeder Station gab es spannende Erklärungen, und die Wölflinge waren mit großem Eifer dabei.
Anschließend ging es weiter ins Spielzeugmuseum – ein Ort, der nicht nur die Kinder begeisterte. Spielzeug aus verschiedenen Jahrzehnten weckte Erinnerungen bei den Erwachsenen und sorgte für staunende Augen bei den Jüngeren. Besonders beliebt war der Spielbereich im obersten Stockwerk, in dem sich die Wölflinge noch einmal richtig austoben konnten – sehr zur Freude der Meutenführungen, die kurz verschnaufen durften.
Nach so viel Bewegung meldete sich schließlich der Hunger. Zurück in der Unterkunft übernahmen die Wölflinge selbst das Kochen. Nudeln kochen und Soße zubereiten stellten kein Problem dar – und geschmeckt hat es allen. Auch das anschließende Aufräumen erledigten die Kinder eigenständig. Teamarbeit, wie sie im Buche steht.
Am Abend ging es dann auf den Nürnberger Christkindlesmarkt. Kaum angekommen wurden die Augen immer größer: Süßes, Herzhaftes, Spielzeug, Dekoration – alles war vertreten. Das absolute Highlight war für viele eine Fahrt mit dem Karussell.
Nach einem ereignisreichen Tag voller Eindrücke, Wunder und Abenteuer krochen schließlich alle in ihre Schlafsäcke. Doch nicht bei allen wollte sich sofort die Nachtruhe einstellen. Die Lösung brachte Meutenführung Allie, die den Kindern aus einem mitgebrachten Buch vorlas. Mit jeder Seite wurde es ruhiger, bis schließlich alle jungen Wölfe friedlich eingeschlafen waren.
Der nächste Morgen begann früh – besonders für die Erwachsenen, denn die Wölflinge waren schnell wieder auf den Beinen. Frühstück, Aufräumen und Zähneputzen standen auf dem Programm. Als Start in den Tag ging es noch einmal über den Christkindlesmarkt, diesmal in ruhiger Atmosphäre ohne großes Gedränge.
Zur Mittagszeit kehrten wir zur Unterkunft zurück, denn die bereits am Morgen vorbereiteten Pizzen warteten auf ihren Einsatz. Gut gestärkt kam dann der Moment, den einige nur ungern hörten: Packen. Die Unterkunft musste verlassen werden. Gemeinsam wurden Küche, Schlafraum und Sanitärbereiche ordentlich hinterlassen.
Dann war es endlich so weit – der eigentliche Grund unserer Reise stand an: die Abholung des Friedenslichtes. Um 14:00 Uhr begann die Aussendungsfeier in der Lorenzkirche. Kindgerecht wurde das Jahresmotto „Ein Funke Mut“ aufgegriffen und erzählt, wie das Licht seinen Weg von Bethlehem über Linz nach Nürnberg gefunden hatte.
Als das Friedenslicht schließlich von den Pfadfinderinnen und Pfadfindern verteilt wurde, kehrte eine besondere Stille ein. Mit jeder Reihe, mit jeder entzündeten Kerze wurde es andächtiger. Die Wölflinge blickten stolz auf ihre brennenden Lichter – sie hatten es geschafft.
Nach der Feier entzündeten wir unsere Transportlaterne und traten die Heimreise an. Auch diese wurde noch einmal zu einem eigenen Abenteuer – Stichwort Schienenersatzverkehr. Doch echte Pfadfinder lassen sich davon nicht aufhalten.
Und so kamen wir tatsächlich mit Licht wieder in Burgkunstadt an. Für einige ging es sogar noch weiter, um das Friedenslicht in die Kirche zu bringen. Erst danach war das Abenteuer endgültig beendet.
Erschöpft, aber glücklich blickten wir auf ein erlebnisreiches Wochenende zurück – und eines ist sicher:
Wir freuen uns schon jetzt darauf, wenn es nächstes Jahr wieder heißt: Nürnberg, wir kommen – und holen das Friedenslicht.